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Der Fisch ist war das Geheimzeichen

Verantwortlicher Autor: Mark von Buch Berlin, 28.12.2021, 10:53 Uhr
Presse-Ressort von: Dr. Mark von Buch Bericht 4942x gelesen

Berlin [ENA] Der Fisch ist Geheimzeichen der frühen Christen, er symbolisiert Christus. Am Anfang der christlichen Epoche, als die Kirche grausamen Verfolgungen unterzogen war, war die Sprache der Ikonenmalerei anders. Es wurden die Symbole und Geheimzeichen breit verwandt, die für die Christen als Erinnerung an biblische Personen dienten. So stellte man den Erlöser symbolisch als Fisch dar oder den guten Hirten als den Jungen

mit dem Schaf auf den Schultern. Der Pelikan, der seine Nestlinge nährt, wurde das Symbol der selbstlosen Elternliebe. Die Weinrebe, Zeichen der Eucharistie. Das Lamm implizierte „das Lamm, welches die Sünden der Welt auf sich übernimmt.“ In den Katakomben traf man auch auf die realistischen Darstellungen von Christus, der meist als ein bartloser Junge mit kurzem Haarschnitt nach römischer Art dargestellt wurde.

Diese Symbolgestalt hielt sich bis zum VI. Jahrhundert, als sie durch die uns bekannte Darstellung von Jesus Christus als einem Mann im mittleren Alter mit Bart, langem Haar und Mittelscheitel ersetzt wurde. Doch woher kam diese neue Darstellung? Darauf gibt es bis heute keine endgültige Antwort, aber es gibt gewichtige Gründe zu meinen, dass ein Prototyp aller modernen Ikonen des Erlösers ein nicht von Menschenhand geschaffenes Bild war. Dieses Bild befand sich bis in das Jahr 944 in Edessa, um danach nach Konstantinopel überführt zu werden.

Es ist klar, dass die gesamte Christenheit Kopien von diesem Bild haben wollte. Also erschien auch in der Nowgoroder Sophienkathedrale vom XII. Jahrhundert an dieses Bild, welches sich heute in der Tretjakow-Galerie befindet. Was das Original betrifft, so wurde es im Jahr 1204 als Konstantinopel von den Rittern des IV. Kreuzzuges ausgeraubt wurde, in unbekannter Richtung verschleppt. Erst 150 Jahre später erfuhr die Welt von dem Bild von Jesus Christus, welches heute unter dem Namen „Turiner Grabtuch“ bekannt ist.

Es handelt sich um ein altertümliches, vier Meter langes Leichentuch, auf dem zwei Ganzkörperdarstellungen eines Mannes von der Seite des Gesichts und des Rückens gegeneinander gewandt dargestellt sind. Offensichtlich wurde der Körper auf eine Seite des Tuchs gelegt und mit der anderen bedeckt. Wissenschaftliches Interesse für das Grabtuch ist Ende des XIX. Jahrhunderts entstanden. Dank der Erfindung der Photographie wurde eine unglaubliche Entdeckung gemacht.

Beim Entwickeln der Aufnahme des Turiner Grabtuchs erschien auf dem Negativ die harmonische Gestalt Christi. In vielen Hypothesen wurde die Echtheit des Grabtuchs bestritten. Trotzdem, Forschungen der Gelehrten führten zu eindeutigen Ergebnissen. Das Bild wurde nicht von Menschenhand geschaffen. Es ist erstaunlich, dass ganze Generationen von Christen, einige Jahrhunderte lang nicht wussten, wie Christus tatsächlich aussah, aber dank des Bildes, das echte Antlitz des Erlösers erkannte.

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